Der Hausherr Paul Krachen

Paul_Krachen.jpg

 

 

 

 

Nach 15 Jahren in Berlin (damals Berlin West) und in der Toskana fand ich diesen Bauernhof im südlichen Hunsrück, der mich an meine Kindheit auf dem Bauernhof meiner Großeltern und landschaftlich an meine zweite Heimat, die Toskana südlich von Florenz, erinnert. 1986 habe ich ihn gekauft und mit der Renovierung und Umnutzung begonnen.

Anders als in vielen alten Bauernhäusern sind die Wände aus gelbem und grauem Sandstein im Haus und in den Scheunen im Originalzustand erhalten geblieben, d.h. nicht durch Umbauten mit anderen Materialien entstellt worden. Es genügte den alten Kalkputz abzuklopfen und die Steine mit der Drahtbürste zu behandeln. Schon sahen sie aus wie ehedem. 
Für die bis zu 1 m dicken Wände musste im vorvorigen Jahrhundert eine große Menge von Sandsteinen aus den Steinbrüchen der Umgebung herangeschafft werden, ebenso die Pflastersteine.

Nicht wenige Männer aus Bergen arbeiteten in Basaltbrüchen bei Kirn und brachten die Basaltstücke in die gewünschten Formen und Größen zur Verwendung auf Wegen, in Höfen und Stallungen. 

Für mich gleichen die Sandsteine in ihren Farben und die Art ihrer Bearbeitung in den Fenstergesimsen und als große Fundamentsteine an den Hausecken sehr den toskanischen Bauernhäusern, von den ich eines 7 Jahre lang gepachtet hatte.

Viele Jahre lang bin ich von Bergen aus immer wieder dorthin gefahren, drei- bis viermal im Jahr, manchmal nur für 5-6 Tage, zum Einkaufen von Wein, Olivenöl, Fliesen, Möbel und Geschirr und Gerätschaften, z.B. zum Verkorken von Flaschen mit selbst abgefülltem Wein.

Die Olivenbäume stammen nur zu einem kleinen Teil aus der Toskana. Die meisten der 30 Exemplare habe ich hier erworben, darunter ein gut 50 Jahre alter und über 2,50 hoher Baum.

So kamen die alte Küche und ihr Nebenraum mit dem großen Brotbackofen, das große Bad oben und die Enoteca teilweise zu einem Fußbodenbelag aus Italien.

Ein 3 m langer Esstisch (verlängerbar) mit einer dicken Platte aus Kastanienholz (mein Lieblingsstück), mit typischen Stühlen und Bänken, war nicht leicht zu transportieren.

Seit immer mehr Gäste kommen, vor allem an den Wochenenden zwischen März und Oktober, fehlt mir die Zeit für Touren in die Toskana, obwohl ich inzwischen pensioniert bin. Meine Zeit nutze ich für Hausarbeiten und für meine Gäste, um die ich mich sehr gern kümmere.